Mediation
Als besonderes Instrument der außergerichtlichen Konfliktlösung biete ich Mediation an. In diesem freiwilligen Vermittlungsverfahren finden Konfliktparteien mithilfe einer unabhängigen Mittelsperson, dem Mediator, eigenverantwortliche, ihren eigenen Interessen entsprechende Lösungen für ihren Konflikt. Dies setzt bei den Parteien eine beiderseitige Bereitschaft zur Offenlegung aller für die Lösung des Konflikts notwendigen Informationen voraus. Dabei gilt sowohl für die Parteien als auch für den Mediator der Grundsatz der Vertraulichkeit. Dies soll sicherstellen, dass Informationen, die während des Prozesses offenbart werden, nicht missbraucht werden. Der Mediator ist weder der Vertreter der Beteiligten, noch befugt, Ergebnisse zur Konfliktlösung vorzugeben.
Dieses Verfahren ist kostengünstiger als ein langwieriges Gerichtsverfahren, da die überschaubaren Sitzungen ausreichen den Konflikt zu lösen.
Das Mediationsverfahren selbst ist ein strukturiertes, möglichst in unterscheidbaren Phasen ablaufendes Verfahren, das in der Regel mit einer schriftlichen, in jedem Fall rechtsverbindlichen vertraglichen Vereinbarung endet.
Phase 1: Vorbereitung der Mediation und des Mediationsvertrages
Der Mediator informiert über die Einzelheiten des Verfahrens und klärt mit den Parteien die Rahmenbedingungen für die Gespräche. Die Konfliktparteien legen selbst die Regeln für das Verfahren fest, die in Vertragsform dokumentiert werden. Hierbei steht im Vordergrund, dass sich die Parteien darauf einigen, in einer Atmosphäre der vertrauensvollen Zusammenarbeit zu agieren.
Phase 2: Informations- und Themensammlung
Ziel der nun folgenden Gespräche ist die Darstellung des Konflikts aus der Sicht der Parteien sowie die Klärung der besprechungs- und regelungsbedürftigen Themen der Konfliktparteien. Es erfolgt eine gemeinsame Aufstellung der Beteiligten über diese Themen. Jede Partei kann hier erklären, welche Fragen ihrer Ansicht nach vorrangig geklärt werden sollen. Die Parteien entscheiden dann selbständig über die Reihenfolge in der Verhandlung.
Phase 3: Interessenklärung
Diese Phase hat das Ziel, die Konfliktparteien darin zu unterstützen, durch den Austausch über strittige Standpunkte und Interessen, ihre eigenen Interessen zu erkennen und der Gegenseite offenzulegen. Das jeweilige Erkennen der zugrundeliegenden Interessen soll eine zukunftsgerichtete Lösung eröffnen, in der möglichst keine Konfliktpartei etwas aufgeben muss.
Phase 4: Suche nach Lösungsoptionen
Unter weitgehender Zurückhaltung des Mediators werden hier von den Beteiligten gemeinsame Lösungsideen entwickelt. Hier haben die Parteien die Möglichkeit, unverbindlich ihre Ideen und Fantasien über mögliche Zukunftsperspektiven und Veränderungen aufzuzeigen und zu sammeln.
Phase 5: Bewertung und Auswahl der Optionen
Im Anschluss daran werden die gemeinsam entwickelten Lösungsoptionen gemeinsam diskutiert, Gemeinsamkeiten und Unterschiedlichkeiten betrachtet und dann ausgewählt. Hier haben die Beteiligten die Möglichkeit, sich durch externe Berater im Hinblick auf die rechtliche Durchsetzung bzw. wirtschaftliche Nachhaltigkeit beraten zu lassen.
Phase 6: Abschluss
Nach einer Einigung auf interessengerechte Lösungen für beide wird eine schriftliche Vereinbarung der erarbeiteten Ergebnisse festgehalten.
Obwohl die Mediation ein strukturiertes Phasenverfahren ist sind durchaus Abweichungen möglich. So kann in geeigneten Konfliktsituationen auch die Informations- und Themensammlung direkt an das Erstgespräch anschließen.
